Schmerzlinderung durch transarterielle Mikroembolisation

Allgemeines

Die transarterielle Mikroembolisation (TAME) ist eine minimalinvasive Therapie, die gezielt zur Linderung von Schmerzen eingesetzt wird. Die Methode zielt darauf ab, die Blutversorgung von schmerzhaften Geweben zu reduzieren und so die Schmerzsignale zu minimieren. Der Effekt setzt unmittelbar nach dem Eingriff ein. Mit der transarteriellen Mikroembolisation profitieren Sie von einer schonenden Behandlung, die schnell wirkt und wenig Nebenwirkungen hat.

Sie dient als zusätzliches Verfahren im Rahmen einer Schmerztherapie. Das Ziel einer transarteriellen Mikroembolisation ist die Schmerzen zu lindern oder ganz zu beseitigen, um den Schmerzmittelbedarf zu reduzieren und Lebensqualität zu gewinnen. 

Das Verfahren

Die transarterielle Mikroembolisation (TAME) ist ein minimal-invasives Verfahren, das in der Schmerzbehandlung eingesetzt wird, um Schmerzursachen gezielt zu behandeln. Bei diesem Verfahren werden kleine Partikel (Mikroemboli) in die Blutgefäße injiziert, die das schmerzgenerierende Gewebe versorgen. Dadurch wird die Blutversorgung gezielt reduziert, was zu einer signifikanten Schmerzlinderung führen kann.

Das Verfahren beginnt mit einer kathetergestützten Zugangstechnik, bei der ein kleiner Katheter über eine Arterie eingeführt wird. Diese Katheter haben einen Durchmesser zwischen 1,5 und 2,5 mm und sind deshalb besonders gewebeschonend. Der Zugang der Behandlung erfolgt meist über die Leistenarterie oder einer Arterie am Arm (je nach dem Ziel der Behandlung). Die Katheter werden dann röntgengestützt bis zur behandlungsbedürftigen Region vorgeschoben. Dieses Verfahren ähnelt dem eines Herzkatheters. Nach Lokalisierung des Zielortes werden superselektiv die kleinsten Gefäße, welche für die Schmerzauslösung verantwortlich sind, mit einem Mikrokatheter (0,5 mm) sondiert. Es erfolgt dann Freisetzung der Mikroemboli, um die Blutzufuhr zu diesen spezifischen Bereichen zu blockieren. Diese Prozedur dauert zwischen 10-30 Minuten (je nach Erfahrung des Arztes und der Komplexität der Anatomie). 

Nach Zurückziehen der Katheter wird die Zugangsstelle entweder mit einem Verschlusssystem verschlossen oder händisch komprimiert, um eine Blutstillung zu erreichen. Ein Druckverband wird angelegt, welcher in der Regel für 4-6 Stunden belassen wird. Bei einem Zugang über die Leistenarterie sollte zunächst Bettruhe eingehalten werden. Wenn über eine Armarterie punktiert wird, kann man nach der Behandlung problemlos aufstehen (unter Schonung des Armes). 

Einer der Hauptvorteile der transarteriellen Mikroembolisation liegt in ihrer Zielgenauigkeit. Im Vergleich zu anderen Schmerztherapien kann dieses Verfahren oft gezielt und effektiv Schmerzen lindern, ohne dass eine systemische Belastung durch Medikamente erfolgt. Die Patienten können schnell von der Behandlung profitieren und erfahren häufig eine deutliche Verbesserung ihrer Lebensqualität.

Die TAME wird insbesondere bei Patienten angewendet, die auf konservative Schmerztherapien nicht ansprechen. Aufgrund der minimalinvasiven Natur des Verfahrens ist die Erholungszeit in der Regel kurz und Komplikationen sind selten. Deshalb ist dieses Verfahren eine zusätzliche, attraktive Option in der Schmerzbehandlung.

Welche Partikel werden benutzt?

In der Regel werden zur Durchführung der transarteriellen Mikroembolisation verschiedene Arten von Partikel verwendet. Grundsätzlich werden temporäre und permanente Embolisate unterschieden. Der Vorteil von temporären Partikeln ist die zeitlich begrenzte Dauer des Gefäßverschlusses im Vergleich zu einem permanenten (dauerhaften) Verschluss der Gefäße. Die temporären Partikel werden vom Körper nach einer gewissen Zeit vollständig aufgelöst. Die Wirkdauer der Schmerzlinderung ist nach aktuellem Kenntnisstand bei beiden Verfahren gleich (Stand Anfang 2026). 

Gibt es Probleme durch den Verschluss von Arterien?

Nein! Die Mikropartikel verschliessen lediglich die winzigen Arterien, die durch die chronische Entzündungsrekation erst entstehen. Es wird also eine "Normalisierung" der Gefäßversorgung hergestellt. Die "normalen" Gefäße, die den Ort der Entzündungsreaktion versorgen, werden nicht beeinträchtigt. 

Welcher Patient eignet sich für die Behandlung?

Prinzipiell bestehen nur ganz wenige Ausnahmen, wo sich dieser EIngriff nicht eignet. Hierzu zählen therapiepflichtige Erkrankungen wie beispielsweise eine bakterielle Enzündung der Zielläsion. Ebenso sollten Lockerungen von Gelenkprothesen behoben werden. Eine Unverträglichkeit auf Kontrastmittel ist eine bedingte Kontraindikation, da zuvor entsprechende Medikamente gegen eine mögliche Reaktion des Körpers gegeben werden können. Die Arterien, welche auf dem Weg zur Zielläsion passiert werden, sollten offen sein. Daher ist eine duplexsonographische Untersuchung vor dem Eingriff hilfreich. 

Bezüglich der Behandlung von Gelenkbeschwerden kann die transarterielle Mikroembolisation bei jedem Grad der Arthrose angewendet werden. Bestehen die Beschwerden in jungen Jahren, kann so ein operativer Gelenkersatz "hinausgezögert" werden. Umgekehrt kann bei sehr alten Menschen, bei welchen aufgrund der Begleiterkrankungen eine Gelenkprothese nicht implantierbar ist, diese Schmerztherapie eine sinnvolle Alternative sein. Ist bereits ein Gelenkersatz implantiert und es bestehen weiterhin Beschwerden, dann kann auch hier eine transarterielle Mikroembolisation helfen. 

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